Warum schreibe ich diesen Blog?

Warum schreibe ich diesen Blog?

Die Arbeit mit Menschen fasziniert mich, seitdem ich mich als Trainer und Coach selbständig gemacht habe. Menschen dabei zu begleiten, neue Wege zu finden, problematische Situationen zu lösen, einen neuen Zugang zu sich selbst zu finden bringt auch mich immer wieder mit mir selber in Kontakt.

Im Laufe dieser Tätigkeit und auch in meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie habe ich viel über die Vielfalt menschlichen Verhaltens, die Auswirkung von Glaubenssystemen und Überzeugungen und die Unterschiedlichkeit von Strategien, mit denen Menschen Herausforderungen begegnen, lernen dürfen.

In diesem Blog möchte ich daher zum einen meine Erfahrungen teilen, zum anderen aber auch Aufklärung leisten. Ich möchte informieren über die verschiedenen Gebiete und Themen der menschlichen Psyche. Außerdem ist es mir wichtig, Menschen einen verständlichen Einblick in psychische „Krankheiten“ zu geben.

Ich habe „Krankheiten“ bewusst in Anführungszeichen gesetzt, da die Originalitäten psychischer Aspekte und Entwicklungen für mich nicht wirklich etwas Krankhaftes darstellen. Viel mehr sehe ich sie als Herausforderungen, denen sich manche Menschen stellen dürfen, während sie den Höhen und Tiefen des Lebens begegnen.

Jeder nimmt seine Umwelt anders wahr, verarbeitet Eindrücke unterschiedlich und geht mit den alltäglichen Anforderungen anders um. Und manchmal sind wir einfach überfordert. Das macht uns nicht zu Verrückten – es ermöglicht Entwicklung und Wachstum. Und dabei möchte ich Betroffene und deren Angehörige begleiten.

Dem Leser möchte ich die Berührungsängste nehmen. Psychische Herausforderungen sind oft ein Tabuthema. Wenn jemand aufgrund eines Bandscheibenvorfalls sechs Wochen krankgeschrieben ist, besteht oft kein Problem, das auch offen zu kommunizieren. Hat jemand allerdings Schwierigkeiten, aufgrund einer schweren Depression morgens überhaupt aufzustehen, ist das nichts, worüber man offen spricht. Sollte es aber.

So wie man unter körperlichen Beschwerden leidet, leiden die Betroffenen unter seelischen Beschwerden, die für unsere rational orientierte Wirklichkeit aber oft zu schwer zu greifen sind. Es ist nicht einfach im Falle einer Depression zu erklären warum man gern „können will, aber nicht wollen kann“.

Ich wünsche mir, dass mit der Thematik „psychischer Störungen“ offener umgegangen wird und die Betroffenen den Mut fassen, sich Hilfe zu suchen. Und ich wünsche mir, dass Angehörige die Möglichkeit haben, sich zu informieren und zu lernen, wie man mit Betroffenen umgehen kann, ohne die eigene Lebensqualität einzuschränken, was sehr oft passiert.

Dazu will ich gern einen Beitrag leisten – mit meiner Arbeit und diesem Blog.

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